Das Inselgleichnis

Wer öfter mit seiner Motoryacht durch das arabische Meer pflügt, muss sich nun ein wenig mehr vorsehen als sonst. Vor der pakistanischen Küste ist jetzt eine Insel aufgetaucht, die vorher auf keiner Seekarte zu finden war. Etwa 20 x 90 x 37 Meter, also circa so groß wie eine handelsübliche deutsche Parteizentrale.

Schuld für diese maritime Sturzgeburt ist ein furchtbares Erdbeben, das in Pakistan für verheerende Zerstörung gesorgt  hat. Das ist für die betroffenen Pakistaner schlimm und offenkundig eine schlechte Nachricht. Für andere Menschen, weit weit weg von den Küsten des Mittleren Ostens, kann es jedoch als ein Zeichen der Hoffnung gedeutet werden. Als ein Beispiel dafür, dass in aller Vernichtung  die Chance für einen Neuanfang liegt.

Für die seit Sonntag zerschmetterte FDP ist das eine gute Nachricht. Nur sollte sich die neue Führung der Liberalen bei der Wiedergeburt ihrer Partei nicht zu sehr an dem Inselgleichnis orientieren. Geologen  sagen, das graue Eiland bestünde nur aus Schlamm. Sie geben dem unansehnlichen Haufen nur ein paar Monate, dann haben die Wellen sie wieder verschlungen.

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